INDIEN 1979
Im Bundesheer in Absam lernte ich Günther kennen und wir beschlossen einen Trip nach Indien zu wagen.
Nach sehr geringen Vorbereitungen fuhren wir mit dem Zug von Feldkirch nach München, schon hier die erste Panne - Günther nahm den falschen Zug nach Buchs in die Schweiz, ich stieg deshalb auch in Bregenz aus und wartete in Restaurant auf das weitere Geschehen, er kam kurz darauf mit dem Taxi und so klappte es doch noch mit dem Flug.
Nach Zwischenlandung in Damaskus kommen wir in Bombay (Mumbai) an. Im Flugzeug lernen wir Klaus und Siegfried kennen die beide eine Rosenholzkette mit einem Bild ihres Gurus tragen.
Bei Nachfrage handelt es sich um Bhagwan Shree Rajneesh der In Pune (früher Poona) einen Ashram besitzt, den wollen sie besuchen und dort eine Zeitlang leben. Da wir nichts besonderes vorhaben und froh sind um Tipps schliessen wir uns an und fahren mit dem Taxi nach Pune.
Als wir am Ashram ankommen müssen wir den Pass abgeben und unsere persönlichen Dinge, wir bleiben ein paar Tage, tragen die roten Gewänder und lernen leider nicht nur tolle Leute kennen.
Bhagwan bot keine klassischen medizinischen Therapien an, sondern vor allem Meditations- und psychologische Selbsterfahrungsmethoden.
Dazu gehörten unter anderem:
- Dynamische Meditation – intensive Bewegung, Atmung, Schreien und anschließend Stille
- Kundalini-Meditation – Schütteln, Tanzen, Stille und Meditation
- Nadabrahma-Meditation – Summen und meditative Bewegungen
- Vipassana – stille Beobachtung von Körper und Gedanken
- Gibberish-Meditation – bewusstes „Unsinnreden“, um mentale Spannungen abzubauen
- Rebirthing / Atemarbeit – intensive Atemübungen
- Encounter-Gruppen – konfrontative Gruppenselbsterfahrung
- Primal Therapy – Arbeit mit verdrängten Emotionen und Kindheitserfahrungen
- Tantra – Arbeit mit Sexualität, Beziehungen und Bewusstsein
- Psychodrama und Körperarbeit – emotionale und körperorientierte Selbsterfahrung
In seinem späteren Zentrum in Pune und besonders in Rajneeshpuram wurden daraus ein großes Angebot an Meditation, Körperarbeit und Gruppentherapien.
Wir waren jung, unerfahren und es war nicht unsere Welt und deshalb bleiben wir nur kurz.
Danach fahren wir mit dem Bus nach Goa und landen in einer kleinen Hütte die von Einheimischen betrieben wird und übernachten recht einfach aber auch in netter Umgebung, wir sind an der Anjuna Beach die nur von europäischen Hippies bewohnt zu sein scheint.
Hier bleiben wir für eine Woche und sind dann an der Calangute Beach, besuchen die Umgebung wie Panaji, Fort Aguada und Vasco da Gamma - insgesamt bleiben wir für 3 Monate in Indien bis uns das Geld ausgeht, Rückflug mit wenig Bargels so dass uns jemand im Flughafen München abholen muss.